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Das Blog dümpelt mal wieder vor sich und wird seit Wochen nur mit meinen Instagram-Fotos gefüllt. Ich hab Instagram mal abgekoppelt, weil es mich mittlerweile nervt. Die Fotos sind immer noch hier zu finden, nur eben nicht mehr als Content, sondern im Widget links in der Menüleiste.

Ich schreibe gerade ganz viel. Nicht nur an meiner Dissertation, sondern auch so, nebenher. Persönliches Zeug in Notizbüchern. Dinge, die zu persönlich sind, um sie hier reinzustellen. Das ist zumindest mein Gefühl. Vielleicht bin ich auch herausgewachsen aus diesem ganzen Befindlichkeitsbloggen? Andererseits liebe ich es, hier in alten Einträgen zu lesen und in Erinnerung zu schwelgen. Ich weiß nicht, ob ich das hier verbloggen möchte. Also, vielleicht kommt hier mal wieder was anderes, vielleicht auch gar nichts. Seid gespannt! *hrhrhr*

Und was geht sonst so? Wie gesagt – Dissertation. Die Uhr tickt mittlerweile ganz laut. Ende des Jahres wird mein Vertrag an der Uni ausgelaufen. Bis dahin sollte ich mit der Diss fertig sein. Bis dahin sollte ich auch einen neuen Job gefunden haben. Wohin es mich verschlägt? Keine Ahnung. Ich weiß, dass ich in der Region bleiben muss will. Das ursprüngliche Gefühl war: ich will nicht weg von der Uni. Ich mag meinen Arbeitsplatz hier. Ich habe tolle Kollegen, unterrichte gern die Studis und habe sonst ziemlich viele Freiheiten. Mittlerweile kitzelt es aber doch so ein kleines bisschen und ich freue mich auf neue Aufgaben. Nur wie die aussehen werden, das weiß ich nicht nicht. Wenn man sich so Stellenanzeigen durchliest, habe ich ganz oft das Gefühl, dass ich viel zu wenig kann und weiß, weil die Anforderungen an die Bewerber teilweise doch recht umfassend und speziell sind. Naja ich werde schon was finden. Unterrichten könnte ich mir vorstellen, als Trainerin für Firmen oder in der Erwachsenenbildung. An Softwareprojekten arbeiten – irgendwas mit Webtechnologien oder ähnlichem. Ach das wird schon. (und vielleicht ergibt sich ja doch noch etwas an der Uni)

Ich muss mich mal von dem vielen auferlegtem Ballast befreien. Starre Zeitvorgaben für meine wenige Freizeit klappen nicht, dessen bin ich mir mal wieder bewusst geworden. Starre Trainingspläne, von denen ich mir versprochen habe, dass sie mir Routine bringen, krieg ich einfach nicht unter und machen ganz viel Frust. Weg damit! Ich lade mir nichts auf, was mich selbst enttäuscht. Das ist mir viel zu anstrengend. In meiner Freizeit kann ich kein „Du musst“ gebrauchen, das habe ich mit Job und allen Alltagsdingen schon zur genüge.

„Wenn Du Lust hast“ und „wenn du dich danach fühlst“ kann ich viel besser gebrauchen. Vielleicht klingt das jetzt nach Ausreden oder Schwäche, aber so what. Ich weiß was mir gut tut. Mir tut es gut, laufen zu gehen. Ja ich liebe das, meine Seele baumeln zu lassen und meine Schritten zu lauschen, während um mich herum der Wald vor sich hin raschelt und zwitschert. Toll! Was mir nicht gut tut ist „Es ist jetzt schon 20:00 Uhr, du musst noch ne Maschine Wäsche zusammenlegen und eigentlich musst du auch noch 5km laufen gehen.“ Was ich tue? Natürlich die Wäsche zusammenlegen (sonst haben wir am nächsten Tag nix zum anziehen, was auch irgendwie blöd wäre) und dann mit Buch im Bett kollabieren. Mit einem Gefühl des Versagens, weil ich den Plan nicht eingehalten habe. Möööp, fällt aus. Hab ich keine Lust drauf.

Also, aller Ballast wird über Bord geworfen, ich reboote mal und bin einfach mal entspannt. Ready, steady, go!

[photo credits: David Pursehouse]