Friss oder stirb

18.12.2004 – Toten Hosen Konzert Arena Leipzig. Meine beste Freundin Kati kann leider nicht mitkommen, weil sie krank ist. Schade, weil das Konzert eigentlich ihr Geburstagsgeschenk war (Happy Birthday meine Kleene) – dafür springt Mandy ein. Die Autobahnfahrt war ziemlich unspektakulär, in Leipzig wirds dann spannend – der ausgedruckte Routenplan ist für die Katz wegen der vielen Baustellen und Umleitungen, nach einigem Suchen finden wir jedoch die Schlange mit Autos voller Hosen-Fans und wursteln uns durch die Innenstadt zur Arena. Der Einlass geht recht fix von statten, Mandy und ich werden nicht durchsucht, weil grad keine Security-Tante frei war und der Onkel durfte nicht – wenn ich das gewusst hätte, hätte ich die Digicam mit reingeschmuggelt – so hab ich nur mit dem Handy ein paar miese Schnappschüsse machen können. Ich kaufe mir ein tolles rotes T-Shirt – sogar in passender Größe – da können sich einige Bands mal ne Scheibe abschneiden, die ihre Shirts grundsätzlich nur in Größe 2-Mann-Zelt verkaufen.
Der Vorband (The International Noise Conspiracy aus Schweden) ist ganz OK, wird von Campino persönlich angesagt und strotzen vor Selbstbewusstsein: "Well, you have no choice, we gonna play for the next 20 minutes, so you'd better get the fucking party started!".
Kurz nach 9 kommen dann die Hosen auf die Bühne und legen gleich mit "Alex" los – klasse! Ihre Setlist ist eine gute Mischung aus neuen Songs, den Klassikern und einigen Weihnachtstiteln von der Roten Rosen-Scheibe (Kuddel gröhlt "Still, still" 😀 ). Bei "Wahlkampf" tauchen ein Aufpust-Wal und ein Schlauchboot im Publikum auf, Campino krabbelt in das Schlauchboot, versucht drin zu stehen und macht einen eleganten Abgang.
Das Publikum ist eine nette Mixtur aus Punks mit Mörder-Iros, Rockern und normalen Leuten wie mir *g*. Vor uns steht eine Familie, die wohl vorher kollektiv ein paar Pillen eingeworfen haben, so sehr wie die zappeln und springen ohne Rücksicht auf umstehende Leute (in die Pogozone haben sie sich jedoch anscheinend nicht getraut). Wären das meine Eltern gewesen, wäre mir das seeeehr peinlich gewesehn. Nach gut zwei Stunden ist der ganze Zauber vorbei – beendet durch einen Sprung von Campino von den Rängen ins Publikum, das ihn wieder zur Bühne trägt. Das Licht geht an und Schwanensee wird eingespielt, was einige Leute zum spontanen Walzer in der Halle nutzen.
Der Rückweg geht einfacher und wir sind rubbeldiekatz wieder auf der Autobahn. Der McDonalds in der Dessauer Innenstadt hat 0:30 Uhr schon geschlossen, obwohl er bis um 1 aufhaben sollte und so fahren wir hungrig und müde nach Hause. Toller Abend!!!

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