Walking in the winterwonderland

Es ist kalt. Saukalt. Aber macht nix – nachdem ich den ganzen Tag am Schreibtisch gehockt habe, muss ich mal raus. Es schneit wie wild – also dick anmummeln – Mütze, Schal, Handschuhe, … die Katze schaut mich verwundert an, ignoriert mich dann aber und macht sich über ihr Dosenfutter her. Diese blöden Paper, die ich da schreiben muss, nerven mich so an, dass ich gar nicht motiviert bin, etwas Ehrgeiz zu zeigen und sie gut zu machen. Dementsprechend bin ich auch über das Ergebnis und mich selbst enttäuscht – also erstmal fliehen. Ich will eine Runde um den pompösen Golfplatz drehen. Alles ist schön weiß und ich kann dahin gehen "where no one has gone before". Der Schnee knirscht unter meinen Schuhen, die Abdrücke im jungfräulichen Weiß hinterlassen. Plötzlich schnauft es hinter mir und ich werde von einem Jogger (oder Läufer?) mit federnden Schritten überholt. Er (oder sie?) ist genauso dick angemummelt wie ich, zumindest was die Kopf- und Halspartie angeht. Es schneit immer heftiger und ich sehe aus, als ob mich jemand mit nem riesigen Puderzuckerstreuer bearbeitet hat. Schon wieder schnauft es – der nächste Jogger .. oder Läufer. Nee nee, das muss ich jetzt nicht haben, bei solchem Wetter draußen auch noch Sport treiben. Obwohl es ja laut meiner Läufer-Freunde ganz toll sein soll, beim Laufen die Freiheit zu genießen und dabei auch noch gegen die Elemente anzukämpfen. Bitteschön – wer's nicht lassen kann, soll's tun – ich nich. Mittlerweile bin ich auf dem Rückweg und finde meine eigenen Fußabdrücke von vorhin – mittlerweile schon nicht mehr ganz so gut zu erkennen, aber mit einer Lage Schnee mehr obendrauf. Zeit nach Hause zu gehen, es wird auch langsam dunkel.

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