Wasserzeichen – Fluch oder Segen?

Viele Fotografen verpassen ihren Fotos, die sie online stellen, ein Wasserzeichen in Form eines Schriftzugs oder eines Logos. Damit wollen sie sich davor schützen, dass ihre Fotos unrechtmäßig benutzt werden – z.B. auf anderen Webseiten oder gar in Zeitschriften oder Büchern. Ich kann den Grund verstehen, allerdings mag ich Wasserzeichen nicht. Ich empfinde sie als störend und ablenkend.
Ich stelle meine Bilder immer nur in sehr geringer Auflösung ins Netz (1024×768) – damit sind die Bilder nicht zum Druck geeignet. Das eine oder andere Mal habe ich Bilder von mir auf anderen Webseiten gefunden, dort hat es zum Glück genügt, den Betreiber der Seite zu bitten, das Bild zu entfernen.
Wie findet Ihr Wasserzeichen in Fotos? Stören sie euch auch oder sind sie ein Mittel zum Zweck? Welche anderen Ideen habt ihr zum Schutz eurer Fotos? Ich bin gespannt auf Eure Antworten!

[Photo credits: Lost in Scotland]

6 Kommentare

  1. Früher fand ich einige meiner Fotos ständig in anderen Webseiten wieder, bei Privatleuten, in Foren, sogar bei einem Anwalt.
    Seit ich ein „(c) http://www.radeldudel.de“ drin habe nicht mehr.

    Erstaunlich viele Leute denken, wenn nichts drinsteht, dürfe man es kopieren 🙁

  2. Meine Fotos sind nicht so toll wie deine, deswegen (und weil ich ein Freigeist bin) stehen sie unter der Creative Commons-Lizenz. Jeder darf sie haben und dran frickeln.

    Ins Netz gestellt werden sie meist noch kleiner als deine, nämlich 800×600 Pixel groß. Jedoch erreichen mich ab und zu Anfragen, ob man das eine oder andere Bild mal in groß bekommen könnte (als Desktophintergrund zB), das schicke ich dann gerne raus.

    Wasserzeichen finde ich doof, bis auf die unsichtbaren. Aber keine Ahnung, wie „sicher“ die sind.

  3. unsichtbare Wasserzeichen sind okay… die anderen… naja echt störend… da gibts doch andere Sperrmöglichkeiten…
    aber die Bilder klein rein zu stellen hilft ja nur begrenzt… wer sie für seine Web-Site haben will, brauch ja nix großes, oder??
    Wen jemand nen Foto haben will..bitte sehr, kann er aber auch gerne… Fragen wäre nett…und sonst… isses halt nen indirektes Kompliment, Sehen zumindest die Chinesen doch ganz oft auch so… und im Gegensatz zur Wirtschaft hat man bei privaten Fotos doch keinen Schaden… 😉
    PS: erstaunlich wie sich die Zeit ändert… früher hat man selbst nach anderem geistigen besitztümern gesucht, und heute störts einem, das andere sich versuchen was zu koopieren 😉 😉
    Lg

  4. Wenn jemand nachfragt, ob er mein Foto für nicht kommerzielle Zwecke benutzen darf, sag ich selten nein (wenn ich denn als Urheber des Bilds genannt werde). Aber nachfragen möchte schon sein (und ja, es ist schon ein Kompliment, wenn jemand mein Foto schön findet und es selbst benutzen möchte.
    Wenn jemand Geld mit meinem Foto verdient (also es in irgendeiner Form verkauft), entsteht mir dadurch schon ein Schaden, weil ich als Urheber des Fotos eigentlich das Geld bekommen müsste. Das ist wie wenn jemand in deinem Garten Kirschen klaut und sich dann auf den Markt stellt, um sie zu verkaufen. Es bleiben immernoch deine Kirschen, auch wenn der Kirschbaum über den Gartenzaun zu sehen ist 😉

    @Andre: Übrigens mein Lieber, wir wollten ja noch mal ne Foto-Tour machen – langsam wird das Wetter eklig.

  5. Ich finde Wasserzeichen doof. Vor allem, wenn sie mitten im Bild prangen – gegen eine unauffällige Signatur am Rand ist nichts zu sagen, hat Picasso auch gemacht. 😉

    Das Kirschenbeispiel trägt nicht so ganz. Wenn ich deine Kirschen klaue, sind sie weg. Wenn ich dein Bild verkaufe, ist das Bild noch da.

    Ein Schaden entsteht dir direkt nicht, denn du hättest das Bild ja wahrscheinlich nicht verkauft oder verkaufen können. Du hast keinen Zugang zu Kunden, machst dir keine Arbeit mit dem ganzen Vertragskram.

    In Ordnung ist das natürlich trotzdem nicht.

  6. Bisher hat mich nur die (für mich) noch fehlende Möglichkeit per Batch alle Fotos die ich irgendwo hochlade mit einem optischen WZ zu versehen von solcherlei Dingen abgehalten.

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