Freshman’s Library

Am Anfang des Studiums ist man erschlagen von den vielen Informationen, die auf einen einprasseln. Welches Skript ist jetzt wichtig für Mathe? Welches Tutorial hatte mir der freundliche Kommilitone doch gleich für Haskell empfohlen? Und warum hat diese Bibliothek eigentlich so viele Bücher?

In diesem Posting habe ich mal ein paar Bücher und Links aufgeführt, die mir geholfen haben, den Durchblick im Studium zu behalten. Das sind also Empfehlungen, die auf meiner persönlichen Erfahrung basieren. Viele der Bücher gibt es in den meisten (Uni-)Bibliotheken oder auch gebraucht bei Ebay oder Amazon Marktplatz. Also keine Angst vor riesigen Ausgaben! (Und auch in Zeiten des Internets ist es immernoch toll, ein Buch aus Papier in der Hand zu haben und drin zu blättern. Glaubt mir!)

Mathe

Lothar Papula: Mathematik für Ingenieure und Naturwissenschaftler

„Der Papula“ ist das Mathelehrbuch für Ingenieure und ingenieursverwandte Fächer (zu dem ich Informatik zähle). Es ist in einem sehr verständlichen Ton geschrieben und enthält viele Beispiele, die das Verständnis erleichtern. Der Papula besteht aus 3 Bänden:

Algorithmen und Datenstrukturen

Gunter Saake, Kai-Uwe Sattler: Algorithmen und Datenstrukturen – Eine Einführung mit Java*

Das Buch gibt einen Einstieg in die grundlegenden Algorithmen (Sortierverfahren, Baumtraversierungen, etc.) und Datenstrukturen (Listen, Queues, Stacks, Heaps etc.) und zeigt diese beispielhalft mittels Java-Code. Prof. Saake hat den Lehrstuhl für Datenbanken an unserer Fakultät inne.

Robert Sedgewick: Algorithmen*

Ein Algorithmen-Klassiker. Die „Algorithmen“-Bücher von Sedgewick gibt es auch speziell für verschiedene Programmiersprachen, z.B. Java, C, C++

Thomas H. Cormen, Charles E. Leiserson, Ronald L. Rivest, Clifford Stein: Algorithmen – Eine Einführung*

Haskell

Simon Thompson: Haskell:The Craft of Functional Programming
Ein gutes Haskell-Einsteigerbuch.

Theoretische Informatik

John E. Hopcroft, Rajeev Motwani, Jeffrey D. Ullman: Einführung in die Automatentheorie, Formale Sprachen und Komplexitätstheorie*
Das Buch hat mir damals unheimlich geholfen, den Stoff von Theoretische Informatik zu verstehen und hat mir öfter mal ein „Aha“-Erlebnis beschert. Uneingeschränkt empfohlen, wenn die Folien des Profs mal wieder unverständlich sind!

Betriebssysteme

Andrew S. Tanenbaum: Moderne Betriebssysteme*
Ein weiterer Klassiker. Das Buch von Andy Tanenbaum über Betriebssysteme ist sehr unterhaltsam zu lesen. Trotz seiner Fehleinschätzung zur Entwicklung von Linux ((von ihm stammt das berühmte Posting „Linux is obsolete“ als Antwort auf die Ankündigung von Linus Torvalds, dass er eine erste Version des Linuxkernels fertiggestellt hat.)) ist das Buch ein gutes Buch und führt in die Grundlagen von modernen Betriebssystemen ein.

Andere Informatiker-„Pflichtlektüre“

Douglas Adams: Per Anhalter durch die Galaxis
Die einzige Trilogie in fünf Bänden. Eine abgefahrene und aberwitzige Geschichte, die endlich erklärt, warum (insbesondere) Informatiker die Zal 42 lieben. (Gerade erschienen ist außerdem der 6. Band „Und übrigens noch was …“* von Eoin Colfer. – [via Konrad])
Douglas R. Hofstadter: Gödel, Escher, Bach: Ein Endloses Geflochtenes Band*
Auch als Taschenbuch ein ziemlicher Wälzer und das Hirn hat beim Lesen ganz schön was zu tun. Ein abgefahrenes Buch mit allerlei Denkspielchen und philosophischen Fragen, da aber helfen, die Informatiker-Denke zu verstehen. Besonders amüsant sind die immer wieder eingeschobenen Dialoge zwischen Achilles und der Schildkröte.

Hast du auch noch ein paar Literaturempfehlungen oder Linktips für (Informatik)-Studienanfänger? Dann immer her damit!

* Die mit einem * gekennzeichneten Links sind Affiliate Links. Das heisst, dass ich eine kleine Gutschrift bekomme, wenn ihr den Link anklickt und das Buch bei Amazon kauft. Natürlich werden dadurch die Bücher für euch nicht teurer!

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