Heute vor einem Jahr …

… war der 1. Mai 2009. Wir waren im Elbauenpark, weil es dort ein Kinderfest gab, glaube ich. Wie immer hatte ich die Kamera dabei und der Lieblingsliebste schoss dann irgendwann dieses Foto vom Zwerg und mir:

Dieses Foto war der Anlass für mich, mein Leben mal ein bisschen umzukrempeln – ich war einfach erschrocken *wie* dick aus aussah. Du meine Güte!

Ein Jahr später kann ich jetzt mal Bilanz ziehen. Heute morgen sah ich so aus (kam grad vom Laufen):

Zwischen beiden Fotos liegen genau 12 Monate, 12kg und diverse Laufkilometer (aktueller Stand bei jogmap.de: 128km). Ich habe entdeckt, dass Sport Spaß machen kann (neben Laufen auch noch einmal die Woche Tai Chi) und fühle mich einfach großartig. Wie man sieht, ist noch ein bisschen Abnehmpotential da (vor allem am Bauch), aber das krieg ich auch noch hin. Mein ganz großes Ziel für dieses Jahr ist es, die 13km-Strecke beim Magdeburg-Marathon mitzulaufen. Drückt mir die Daumen, dass ich das schaffe! Bis hierher bin ich schon sehr stolz auf mich.

Was hat sich denn nun geändert bzw. wie hab ich es geschafft? Verbote a la „Nie mehr Schokolade essen!“ bringen mir gar nichts außer Frust und Heißhunger, dazu steh ich viel zu sehr auf Süßigkeiten. Das wird sich wohl auch nicht mehr ändern – will ich auch gar nicht. Genießen und auch mal Naschen ist auch OK, wenn man das mit Bewegung wieder ausgleicht. Ich fühle mich so viel besser und habe zum Beispiel kaum noch Rückenschmerzen – da hat mir Tai Chi viel geholfen!

Und noch ein paar Erkenntnisse:

  • Man muss nicht die doppelte Menge essen, nur weil es gut schmeckt. Dafür lieber etwas langsamer essen und genießen. Überhaupt ist Zeit ein wichtiger Faktor beim Essen. Was leckeres Kochen, Tisch schön decken und am besten in Gesellschaft essen!
  • Über den Tag verteilt viel (zuckerfreie Getränkte) trinken hilft, nicht zu viel nebenher zu naschen, besonders am Schreibtisch. Ich hab mir viele schöne Teesorte gekauft, die ich nach Belieben kombiniere. Der erste Akt frühmorgens im Büro: Wasserkocher anschmeißen und Tee kochen.
  • Es tut nicht weh, anstatt Pommes auch mal Reis oder Kartoffeln zu essen. Ehrlich.
  • Ein Schlemmertag in der Woche ist OK. Bei uns ist es der traditionelle Pizza-Freitag, wo wir Pizza backen und DVD gucken – als gemütlichen Start ins Wochenende. Dafür gibts dann halt mittags „nur“ nen Salat.
  • Wenn man verabredet ist und Termine macht, fällt das regelmäßige Sporttreiben leichter.  Zum einen ist man verabredet und man will demjenigen natürlich nicht aus Faulheit absagen, nur weil die Couch danach verlangt, dass man sich doch bitte drauflegen solle. Zum anderen ist man nicht alleine, sondern kann ne Runde schnattern und sich gegenseitig mitziehen.
  • Es fühlt sich einfach unbeschreiblich großartig an, wenn man seinen inneren Schweinehund besiegt hat und merkt, zu was man eigentlich fähig ist. Kann süchtig machen, das Gefühl.

So, dann sehen wir uns vielleicht am 24.10. – ihr als Streckenpublikum zum Anfeuern und ich mit einem dicken Grinsen auf dem Gesicht, wenn ich die Ziellinie nach 13km überschwebe 😉

9 Kommentare

  1. Danke für diese Beitrag. Er macht mir Hoffnung, dass ich es auch noch schaffen kann – das mit dem Schweinehund mein ich… :-/

  2. also ich verneige mich vor diesem Durchhaltevermögen und bin gerade doch sehr erstaunt wie lang wir uns schon nicht gesehen haben müssen, dass ich so staunen muss über das bisher erreichte.

    Aber erstmal huldige: *daniederwerf* Ich bin uuuuunwürdig *lach*

  3. Wow. Das ist echt mal ein krasser Unterschied. Respekt! Dich sollten so einige Menschen mal als Beispiel nehmen.

    PS: Der Kleine sieht auf dem oberen Foto ja mal richtig süß aus 🙂

  4. hui, cool, glückwunsch!!
    und die 13 km werden klappen, da bin ich mir ganz sicher.

  5. Beindruckende Veränderung. Kompliment.

    Besonders sympathisch ist, dass der Artikel direkt über einem Schmelzkäse-Spargel-Gericht steht. 😉

  6. @Ines: Klar kannst du es schaffen, eigentlich ist es gar nicht so schwer. Man muss es nur tun (was sich sehr einfach sagt, am Anfang sehr schwer fällt und später immer leichter).

    @Michi: Merci! Das stimmt, wir haben uns echt schon sehr lange nicht gesehen … > 1 Jahr! Wird mal Zeit!

    @Robert: Dangge 🙂 Und – der Zwerg sieht eigentlich immer süß aus, außer wenn die Böckchen-Hörner unterm Pony vorgucken 😉

    @viola: Auch dir danke!

    @sunzi: Danke! Und wie ich schon schrieb – Schlemmen und leckere Gerichte essen ist ja kein Problem, so lange man nicht unkontrolliert Massen in sich hineinschaufelt und für Bewegungsausgleich sorgt, bei dem den zu viel aufgenommenen Kalorien wieder verbrannt werden. Wenn man es hinkriegt, genauso viele Kalorien wieder zu verbrennen, wie man im Laufe des Tages zu sich genommen hat, nimmt man auch nicht zu. Einfache Arithmetik – da freut sich das Informatikerherz 😉 Und: dieses Spargelgericht ist wirklich megalecker 🙂

  7. Wow, glückwunsch. Krasser Unterschied. Respekt. Was man doch alles bewirken kann, wenn man den inneren Schweinehund erstmal unter Kontrolle hat ^^

  8. Finde ich richtig Klasse, genau so ist es richtig. Ich bin der selben Meinung was das Abnehmen angeht. All diese Diäten und Verzichte sind Quatsch, nur wenn man sich „gut“ fühlt, klappt der Rest auch gut. Sonst endet alles nur im Jojo-Effekt!

    Klasse! Gerne gelesen 🙂

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