Eclipse Bookstore Bellingham

Ich liebe Buchläden. Vor allem so ganz urige, kauzige, die immer ein bisschen dunkel sind. Es gibt Sofas, kleine handgeschriebene Zettelchen an den Regalen und einen Buchhändler, der jedes einzelne Buch kennt, das in seinen Regalen steht. So ein bisschen wie in „E-Mail für dich“ oder wie der Moravian Bookstore in Bethlehem, USA, dem ich im letzten Herbst einen Besuch abgestattet habe.

Leider gibt es solche Läden nur noch sehr wenige. Sie werden von den großen Ketten und vom Online-Handel verdrängt. Und ich trage eine Mitschuld. Ich habe nämlich einen Ebook-Reader vom großen A und kaufe fast alle Bücher online. Es ist ein Dilemma!

So sehr ich das Stöbern in Buchläden liebe, liebe ich auch das Lesen auf dem Kindle. Er ist klein und leicht, man kann hunderte tausende Bücher im Handgepäck in den Urlaub mitnehmen und völlig eingemuggelt im Bett lesen. Aber es macht keinen Spaß, online nach Büchern zu stöbern. Die Buchtitel, die ich lese, finde ich über Rezensionen in Blogs, auf Goodreads oder auch von Freunden. Aber es ist eben kein Stöbern. Kein stundenlanges Rumdudeln im Laden, anlesen, mit der Buchhändlerin schnattern.

Was ich gern hätte: einen Buchladen, in dem ich in Papierbüchern stöbern kann, zur Kasse gehe und die Ebook-Ausgabe kaufe. Ich bekomme einen Coupon mit Code, über den ich mir das Buch dann direkt über das WLAN im Laden auf meinen Reader laden kann. Irgendwie so was.

Gibt es sowas schon? So was würd ich echt toll finden. Und wieder mehr Bücher im Laden kaufen.

Manchmal hilft jammern doch. Nicht lange, nachdem ich dieses Posting geschrieben hatte, klingelte das Telefon. Ein netter Mitarbeiter von 1&1 war an der Strippe, um zu Fragen, ob denn bei uns die DSL-Störung noch bestehen würde, sie hätten Probleme mit dem System und er kann den Status grad nicht abrufen. Auweia, dachte ich, na das kann wohl noch dauern. Aber nix da, gerade eben unterwegs bekam ich die langerwartete SMS aufs Handy mit der Mitteilung, dass die DSL-Störung behoben ist. Zu Hause angekommen, der Kontrollblick auf die FritzBox – cool, die DSL-LED blinkt nicht mehr, sondern leuchtet konstant. Das ist jetzt also das erste offizielle Posting über DSL seit unserem Umzug im August 2007!

Heute war also der große Tag – willkommen zurück in der zivilisierten Welt.
Bis heute ist zwar weder die angekündigte Hardware noch neue Zugangsdaten angekommen, aber unsere alte FritzBox und dazugehörige Daten funktionieren. Die Verbindung war den ganzen Tag instabil, aber immerhin tat sich was und die Box meldete, das DSL verfügbar ist und versucht wird zu verbinden. Mal gucken, ob wir noch längere Verbindungszeiten als 5 Minuten hinkriegen und vielleicht auch noch das neue DSL-Modem ankommt …