Banksy's caveman
So langsam kehrt Routine ein und ich merke, dass es mir gut tut,  etwas entspannter mit der ganzen Geschichte umzugehen. Ich fühle mich auch nicht mehr so müde und lethargisch, aber so richtig voller Energie auch nicht. Mehr so … normal 🙂 Vielleicht kommt das ja, wenn endlich der Frühling zeigt, was für ein Wetter er kann und ich ein bisschen mehr Sonne abkriege. Der Garten ruft schon und die ersten Sachen habe ich im Gewächshaus schon ausgesät.

Ich muss sagen, es gibt schon sehr viele leckere Paleo-Gerichte mit frischem Gemüse, Fleisch und Fisch, aber so einige „Nachbauten“ von herkömmlichen Gerichten gehen mal so gar nicht. In der letzten Woche haben wir mal eine Paleo-Pizza probiert mit einem Boden aus Blumenkohl und Ei. Es hat jetzt an sich nicht schlecht geschmeckt, aber es war eben keine Pizza. It’s just not the same.

Besonders toll war die E-Mail eines Kollegen, der anlässlich seines Geburtstags zu Paleo-Kuchen einlud. Nun gut, das ganze entpuppte sich als Kuchen ohne Boden AKA frisches Obst, aber das war ganz großartig. Sogar eine Kokosnuss war dabei, die dann unsere Techniker nach YouTube-Anleitung mit einem Hammer zerlegt haben^^

Die letzte Woche ziehen wir jetzt nochmal 100% durch, danach werden aber sicherlich ab und zu auch wieder Gerichte in unseren Speiseplan auftauchen, die nicht paleo-konform sind – wie z.B. mal eine Pizza (aber eben nicht jede Woche). Wir werden sicherlich eher der „primal“-Variante folgen, in der auch Milchprodukte erlaubt sind, die fehlen einfach. Der Schluck Milch am Kaffee, mal ein Joghurt oder ein bisschen Feta am Salat möchte ich doch gern wieder haben und ich habe ja auch keine Probleme mit Milch.

Was die Challenge auf jeden Fall gebracht hat, ist das bewusstere Essen und Zutatenlisten lesen beim Einkaufen. Man glaubt ja gar nicht, wo tatsächlich überall Zucker drin ist. In Wurst, sogar in Schinken, sauren Gurken, Senf, Rotkohl im Glas und was weiß ich noch wo. Total irre! Und dann hatte ich letztens einen leeren Karton einer TK-Torte in der Hand und las aus Neugier die Zutatenliste. Ich hätte ja nie vermutet, was das für eine Chemiebombe ist – 30 verschiedene Zutaten!!!1einseinself O_o

Was ich nach wie vor überraschend finde, ist, wie gut man als Deutscher, der ja quasi mindestens 10 verschiedene Brotsorten schon mit der Muttermilch aufgesogen hat, auf Brot verzichten kann. Das klassische belegte Brot als Frühstück oder Abendessen ist gar nicht so toll, da gibt es viel bessere Sachen, die man stattdessen essen kann.

Also, auf geht’s in die vierte und letzte Woche des Experiments!

[photo credits: Lord Jim]