OK frühes Aufstehen ist nicht wirklich mein Ding. Ganz frühes Aufstehen noch viel weniger. Nun ja, Jammern auf hohem Niveau, deswegen betone ich jetzt gar nicht nochmal extra, dass ich heute um 3 Uhr morgens aufstehen musst, um meinen Flieger von Berlin Tegel nach Wien zu kriegen. Von dort aus ging es dann weiter nach Larnaca auf Zypern. Dienstreise zu Konferenz 🙂

Mit Kaffee und Red Bull IV (war das Zeug schon immer so eklig? Ich hab das bestimmt 15 Jahre nicht getrunken) war dann auch die Autofahrt in den Sonnenaufgang hinein ganz OK. Mein Auto hab ich wieder im Parkhaus von dein-stellplatz.de abgestellt – hat wie immer gut funktioniert. Einer der Parkleute erzählte mir, dass ich meine Tasche bitte tragen soll, weil es Lärmschutzauflagen wegen der Kofferrollen gibt, was die Leute in der Nachbarschaft wohl wach hält (oder sie warten drauf, keine Ahnung, ich fand das merkwürdig).

Diesmal konnte ich schon online einchecken und musste so nur noch meine Reisetasche abgeben. Das ging jedoch nicht wirklich schneller, weil vor mir eine russische Großfamilie mit 10 dicken Koffern, eine amerikanische Kleinfamilie mit Kinderwagen und ein einzelner Herr mit Fahrrad und Hund die Dame am Baggage Drop-Off etwas ins Schwitzen brachte.

Im Flieger hatte ich wieder Glück. Ich hatte auf einem Fensterplatz eingecheckt und der Mittelsitz blieb frei, so dass das Ölsardinengefühl auf dem ersten Flug nicht aufkam. Ich konnte sogar etwas schlafen, mittlerweile war ich wirklich müde. Zunächst wurden wir aber mit einem herzlichen „Grüß Gott“ und Wiener Walzer Musik begrüßt. Hach die Ösis sind echt putzig. Als es dann in der Mitte des Fluges auch noch ein „Marillentascherl“ zu essen gab, hab ich sie endgültig in mein Herz geschlossen. Sehr nette, saubere Airline – sehr schön nach dem Desaster auf der letzten Reise mit Air Berlin und Allitalia.

Im Flughafen Wien gab es kostenloses Wifi, Liegen zum schlafen und Sitzplätze mit Steckdosen. Alles schick. Was ich mich jedoch aber immer wieder frage: Wer kauft all die teuren Designerklamotten, Schmuck und Uhren auf dem Flughafen? Geht das so „Mhh, ich habe jetzt 3 Stunden Aufenthalt bis mein nächster Flieger geht, was mach ich denn jetzt die ganze Zeit? Ach komm, ein paar Klunker, Lederschuhe, nen Anzug und nen Kashmirpulli brauch ich noch.“? Keine Ahnung, ehrlich. Zumindest gibt es hier relativ viele Läden mit gehobenen Preisen und keinen Kunden drin. Auch einen Kaffee hab ich mir in Wien verkniffen, fast 5 EUR für einen Becher war mir dann doch einfach zu viel.

Auch der Flug nach Larnaca auf Zypern ging ohne Probleme, ich saß auf einem Fensterplatz neben einem sehr schweigsamen italienischen Ehepaar (zumindest glaube ich, dass sie Italiener waren, so richtig habe ich das nicht mitbekommen, weil sie sich nicht wirklich unterhalten haben). Am Flughafen wurde ich dann gemeinsam mit einem Mitreisenden vom Taxi-Service abgeholt. Die Taxifahrt nach Limassol war ein bisschen merkwürdig, weil weder Mitfahrer noch Taxifahrer sich unterhalten wollten und so fuhren wir peinlich schweigend durch die zypriotische Landschaft.

Mein Hotel ist ganz schick, was auch dem Umstand geschuldet ist, dass ich wegen großer Nachfrage nach günstigeren Zimmern ein Update auf ein besseres Hotel bekommen habe 🙂 Das Meer habe ich auch schon angetestet, sehr salzig und herrlich erfrischend nach der langen Reise. Auch wenn ein wenig Zeit für mich allein ganz schön ist, vermisse ich doch meine Familie, wenn ich sehe, wie hier die Kinder am Strand spielen *seufz*

So, dann werde ich mal noch ein wenig an meinen Vortragsfolien werkeln. Mal schauen, ob zypriotischer Rotwein den gewünschten Kreativschub bringt 😉