Gestern hatte ich nochmal einen Tag off, deswegen habe ich keinen extra Eintrag geschrieben. Es war eben nicht viel los. Am Vormittag habe ich an meinen Folien für den Vortrag gebastelt, am Nachmittag war ich am Strand und im Meer schwimmen. Abends gab’s ein nettes Abendessen in der Taverne gegenüber vom Hotel und irgendwie hat mich der faule Tag sehr schnell müde gemacht. Vielleicht lag es auch an der Wärme …

Heute morgen wurde ich dann vom Wecker aus dem Schlaf gerissen – ist ja kein Urlaub hier, Termine, Termine! Schnell ein leckeres Frühstück im Hotel eingeworfen und dann los zur Konferenzregistrierung. Überraschenderweise ist die Konferenz eher klein, das hatte ich mir größer vorgestellt. Es gibt einen Track mit Vorträgen von 19 angenommenen Papern. Ist also recht übersichtlich.

Die heutige Keynote kam von Diana Maynard von der Uni Sheffield (UK), die über Big Data und Social Media sprach. Gepunktet hat sie bei mir vor allem mit dem Monty Python-Video aus „Ritter der Kokosnuss“ an der Brücke des Todes. Man muss eben (auch oder vor allem) bei Big Data die richtigen Fragen stellen um ein sinnvolles Ergebnis zu erhalten (fast wie im richtigen Leben ;))

Die erste Vortragssession bestand dann nur aus einem Vortrag, weil die anderen beiden Vortragenden aus irgendwelchen Gründen nicht anwesend waren. Dem Vortrag von Michel Plantié konnte ich jedoch nur mittelmäßig folgen, was auch an den überladenen Folien mit ganz vielen Formeln, die aber jetzt nicht erklärt wurden, lag. Warum pack ich die Formeln dann auf die Folien? Nun ja.

Die restlichen Vorträge waren alle sehr interessant. In der letzten Session war ich der Session Chair und durfte moderieren – hat Spaß gemacht. Wenn mich jemand fragt, ob ich das wieder machen würde, würde ich sofort „ja“ sagen. Da kommt der Lehrer in mir durch 😀

Nach der letzten Session hatte ich noch kurz Zeit, ins Meer zu springen, das war sehr erfrischend nach einem langen Vortragstag im hochklimatisierten Raum *bibber*

Dann wurden wir mit dem Bus abgeholt und zum Konferenz-Dinner in eine lokale Taverne gekutscht. Dort gab es für alle Mezze – der Tisch brach förmlich zusammen unter den vielen Tellern mit Leckereien, an denen sich alle bedienen durften. Das merkwürdigste und zugleich leckerste, was ich gegessen habe, waren kleine Hackröllchen mit dem Namen Sheftalia , die in irgendwas eingewickelt und gegrillt waren. Später erklärte uns George, der Local Chair dann, dass das, worin das Hackfleisch eingewickelt war, Schweinehoden waren O_O …. klingt eklig, war aber tatsächlich echt lecker (ja, mir ist bewusst, dass das sehr seltsam klingt).

So, morgen geht es bereits um 8 Uhr weiter und um halb 10 local time bin ich mit meinem Vortrag dran. Daumen drücken, dass es gut läuft!