Hallo, noch jemand da?

Hust hust … wow, beeindruckend wieviel Staub und Spinnweben sich so in 18 Monaten in einem Blog ansammeln können, wenn man sich nicht mehr drum kümmert.

Ich dachte, ich seh hier mal wieder nach dem Rechten, aber es scheint alles noch zu halten, keine Blessuren, der Anstrich sieht immer noch ordentlich aus.

Zum ersten Mal benutze ich nun auch den Gutenberg-Editor, der seit dem letzten Major Release in WordPress enthalten ist und das gefällt mir richtig gut. Das Schreiben fühlt sich besser an, weniger technisch.

Was ist in der Zwischenzeit passiert?

Wir haben nun zwei Schulkinder. K1 hat mittlerweile die Grundschule verlassen und schlägt sich wacker auf dem Gymnasium. K2 besucht die erste Klasse und liest und schreibt mit Begeisterung – kein Buchstabe ist vor ihr mehr sicher. Es läuft, würde ich sagen 🙂

Freunde wurden aussortiert, weil sie mir nicht mehr gut taten – ich bin zu alt dafür, das „auszuhalten der Freundschaft wegen“. Neue Freunde sind dazugekommen und alte Freundschaften wiederbelebt und vertieft, was ich sehr schön finde ( you know who you are ;)). Ganz viel ist grad im Fluss, mal sehen wo die Reise namens Leben mich noch hinführt.

Gesundheitlich ging es mir zwischenzeitlich nicht so gut, vermutlich war die Hormonspirale Schuld daran, dass ich oft mit Depressionen, Lethargie und ständiger Müdigkeit zu kämpfen hatte bzw habe. Ein paar Kilos sind auch dazugekommen, die sich sehr sehr hartnäckig gegen meine gesunde Ernährung und Sport wehren. Mittlerweile ist dieses Ding zwar draußen, bis sich mein Körper wieder normalisiert hat, wird es wohl noch etwas dauern. Vermutlich hat die Spirale eine Östrogendominanz ausgelöst, die eben diese Symptome erzeugt, bis sich das alles wieder einpendelt, kann es dauern. It’s complicated.

Der kleine Hund ist nun nicht mehr ganz so klein, eher ein stattlicher Rüde mit 30kg Körpergewicht, vielen Flausen im Kopf und einfach ganz viel Liebenswürdigkeit. Die Zeit und auch Arbeit mit dem Hund ist zu einem festen Hobby geworden, dass ich nicht mehr missen möchte — selten war ich vorher so viel draußen, manchmal auch gezwungenermaßen. Aber gerade das Usselwetter mit Nieselregen und Dunkelheit genieße ich. Oftmals trifft man keine Menschenseele (warum auch, die meisten Leute sind nicht so bekloppt und machen eine große Runde durch den Wald wenn es einfach ungemütlich ist) und man hat einfach viel Zeit zum Kopf lüften. Und der Kaffee oder Tee schmeckt um so besser, wenn man sich ausgekühlt aus den nassen Sachen geschält hat.

Scotty

Seit 2 Jahren bin ich nun selbständig und es läuft ganz gut. Ich bin immer noch dabei, meine Dissertation endlich fertig zu stellen — es ist sehr anstrengend, wenn einem ständig Steine in den Weg gelegt werden (was ich jetzt hier im Detail jedoch nicht ausbreiten möchte). Dieses Jahr soll dieses Projekt jedoch wirklich endlich abgeschlossen werden. Meine Kraft ist auch langsam am Ende.

Ein weiteres neues Hobby, das ich für mich entdeckt habe, ist das Brot backen. Ja, nach unserem Paleo-Experiment bin ich zurückgekehrt zum Brot und es erdet mich ganz wunderbar nach Tagen am Rechner einfach mal die Hände dreckig zu machen. Und am Ende kommt auch noch was leckeres raus. Wer mir auf Instagram folgt, hat sicher schon das ein oder andere Brot gesehen, das ich so aus dem Ofen gezogen habe.

Sauerteigbrot mit Saaten

A propos Instagram — ich bin raus aus der Nummer. Ebenso Facebook, Twitter und was weiß ich noch alles. Social Media und ich haben uns (vorerst getrennt). Ich habe mal wieder die Bremse gezogen, möglicherweise dieses Mal sogar für immer. Es ist wie eine Sucht, ständig das Handy in die Hand zu nehmen um nachzuschauen, ob jemand ein neues Katzenvideo gepostet oder jemand mein neues Brotfoto geliked hat. Nur noch kurze, oftmals sinnlose oder unbedeutsame Texte und Bilder konsumieren verblödet mich. Ich will das nicht mehr.

Deswegen hier nun auch der Neustart im Blog. Ich weiß noch nicht, wie regelmäßig das sein wird und inwiefern es über ein bloßes Tagebuchbloggen (yay, back to roots) hinausgehen wird, aber das ist jetzt gerade auch noch nicht wichtig. Ich vermisse das Schreiben, habe mir jedoch nie die Zeit dafür genommen, dafür Twitter durchgescrollt. Was für eine Verschwendung von Lebenszeit.

Also, auf einen Neuanfang!

2 Kommentare

  1. 18 Monate nicht bloggen? Pfff…Aber schön, das hier wieder etwas zu lesen ist.

    Den Gutenberg-Editor gibt es schon etwas länger. Ich versuche mich gerade selber, mit ihm etwas anzufreuden. Allerdings vermisse ich dort, die eine andere Funktion, obwohl dort andere Sachen dort wieder einfacher gestaltet sind!

  2. Ja das ist schon echt ein Ding, so lange nicht mal „piep“ zu sagen, das finde ich auch. Mal schauen, ob das jetzt besser klappt

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