Nach langem Hin und Her haben wir uns dann doch gegen den Bunker und für das H6 entschieden. Da ist zwar das Fassbier quasi alle (Basti hat das letzte mit dem ganzen Bodensatz gezapft gekriegt ;-)) und wir trinken dafür Heineken für €2 die Flasche aber was solls. Irgendjemand kommt dann auf die glorreiche Idee, noch auf den Weihnachtsmarkt zu gehen – der hat ja jetzt bis 22 Uhr auf und kurz vor Schluß werden eventuell die Fressalien billiger verkauft. Also Sturmschritt zum Alten Markt, 21:30 haben dann noch 3 Glühweinbuden auf, irgendwelche Leute fegen demonstrativ die Straße und putzen die Fritten – die Idee mit dem Weihnachtsmarkt war wohl Aktion Eierfeile. Wir trotten zu einem noch offenen Stand und fragen, ob sie denn noch Glühwein verkaufen. Eine garstige ältere Dame Frau giftet uns an: „Sie machen das wohl immer so, 3 Minuten vor Schluss ankommen?!“ Hossa, na die ist ja drauf! Knallt uns je eine Tasse Glühwein vor die Nase und will dafür €4 haben – 2,50 sind Pfand für eine sehr hässliche Tasse. „Die könn se behalten, ham se ja bezahlt!“ – sprachs und leiert mit lauten Ratschen die Rollläden vor unserer Nase runter. Hallo? Gehts noch? Wir schlürfen den Glühwein und machen uns über den Drachen lustig. Neben uns stehen auch noch ein paar Leute, ähnlich begeistert und mit tollen Tips für den Frühschoppen („In der Theaterkantine gibt es schon ab 8 Glühwein, da biste dann Mittach um 12 schon blau.“) Die Tassen geben wir durch die Nebentür der Bude zurück, die Tante kommt mit dem Pfandgeld nicht klar und gibt zu viel raus – naja hat sich das ja doch gelohnt.
Nun gut, Durst gestillt, Hunger immernoch da, keine Bude mehr auf. Ab zu Mäckes – die haben bis 22 Uhr auf, es ist 21:50 Uhr. Ohne murren bekommen wir unsere Burger und setzen uns gemütlich hin. Als dann auch da die Stühle hochgestellt werden, trollen wir uns wieder Richtung H6, wo die andere Hälfte unserer Truppe wartet.

18.12.2004 – Toten Hosen Konzert Arena Leipzig. Meine beste Freundin Kati kann leider nicht mitkommen, weil sie krank ist. Schade, weil das Konzert eigentlich ihr Geburstagsgeschenk war (Happy Birthday meine Kleene) – dafür springt Mandy ein. Die Autobahnfahrt war ziemlich unspektakulär, in Leipzig wirds dann spannend – der ausgedruckte Routenplan ist für die Katz wegen der vielen Baustellen und Umleitungen, nach einigem Suchen finden wir jedoch die Schlange mit Autos voller Hosen-Fans und wursteln uns durch die Innenstadt zur Arena. Der Einlass geht recht fix von statten, Mandy und ich werden nicht durchsucht, weil grad keine Security-Tante frei war und der Onkel durfte nicht – wenn ich das gewusst hätte, hätte ich die Digicam mit reingeschmuggelt – so hab ich nur mit dem Handy ein paar miese Schnappschüsse machen können. Ich kaufe mir ein tolles rotes T-Shirt – sogar in passender Größe – da können sich einige Bands mal ne Scheibe abschneiden, die ihre Shirts grundsätzlich nur in Größe 2-Mann-Zelt verkaufen.
Der Vorband (The International Noise Conspiracy aus Schweden) ist ganz OK, wird von Campino persönlich angesagt und strotzen vor Selbstbewusstsein: "Well, you have no choice, we gonna play for the next 20 minutes, so you'd better get the fucking party started!".
Kurz nach 9 kommen dann die Hosen auf die Bühne und legen gleich mit "Alex" los – klasse! Ihre Setlist ist eine gute Mischung aus neuen Songs, den Klassikern und einigen Weihnachtstiteln von der Roten Rosen-Scheibe (Kuddel gröhlt "Still, still" 😀 ). Bei "Wahlkampf" tauchen ein Aufpust-Wal und ein Schlauchboot im Publikum auf, Campino krabbelt in das Schlauchboot, versucht drin zu stehen und macht einen eleganten Abgang.
Das Publikum ist eine nette Mixtur aus Punks mit Mörder-Iros, Rockern und normalen Leuten wie mir *g*. Vor uns steht eine Familie, die wohl vorher kollektiv ein paar Pillen eingeworfen haben, so sehr wie die zappeln und springen ohne Rücksicht auf umstehende Leute (in die Pogozone haben sie sich jedoch anscheinend nicht getraut). Wären das meine Eltern gewesen, wäre mir das seeeehr peinlich gewesehn. Nach gut zwei Stunden ist der ganze Zauber vorbei – beendet durch einen Sprung von Campino von den Rängen ins Publikum, das ihn wieder zur Bühne trägt. Das Licht geht an und Schwanensee wird eingespielt, was einige Leute zum spontanen Walzer in der Halle nutzen.
Der Rückweg geht einfacher und wir sind rubbeldiekatz wieder auf der Autobahn. Der McDonalds in der Dessauer Innenstadt hat 0:30 Uhr schon geschlossen, obwohl er bis um 1 aufhaben sollte und so fahren wir hungrig und müde nach Hause. Toller Abend!!!


Wenn Führungskräfte um den Globus reisen, riskieren sie ihre Gesundheit: Pappige Airline-Menüs ruinieren den Magen, endlose Powerpoint-Präsentationen trocknen die Augen aus. Zum Glück gibt es jetzt eine Medikamentensammlung, die speziell für jetsettende Manager entwickelt wurde.
Neben Reise-Klassikern wie Schmerzdragees, Ohrstöpseln und Durchfallmittel finden sich im Set Schlaftabletten (für Meetings), Herz-Kreislauf-Tropfen (fürs Projektmanagement) und Augentropfen (nach je 50 Powerpoint-Folien zwei Tropfen einpipettieren). Ein Schnupfenspray für irritierte Managernasen rundet das Paket ab. Für 39,99 Euro ist das Täschchen kein schlechter Kauf, einzeln kosten die Medikamente deutlich mehr.

[via Spiegel]

Ich war heute den ganzen Tag daheim. Gehe nachmittags zum Postkasten und finde einen orangenen Paketzettel – eine Paketsendung, abzuholen heute nicht for 17:00 Uhr an Serviceschalter der Post in einer Tankstelle am Arsch der Welt. Sowas macht mich echt wütend. Warum klingelt der Postmann nicht, sondern wirft nur den Zettel ein? Das kann doch alles nicht wahr sein …

Darauf hat die Menschheit gewartet: ein intelligenter Teppich! Infineon hat auf der Suche nach neuen Anwendungsgebieten für die hauseigenen Halbleitertechnologien nach der Snowboardjacke mit MP3-Player nun einen intelligenten Teppich erfunden, der Druck, Temperatur und Vibrationen registrieren kann und so eines Tages Menschen den Weg weisen oder sie an ihrem typischen Gang erkennen soll.

Das dürfte für eine Nominierung für den Big Brother Award genügen 😉

[via Spiegel]

Campus, Hörsaal 5, kurz vor Weihnachten – ja es ist Feuerzangenbowlen-Zeit. Ausgerüstet mit Thermoskannen voller Glühwein, Plätzchen, Wecker und schon ein bisschen Feuerzangenbowle im Bauch galt es mal wieder ein kulturelles Highlight des Semesters zu geniessen. Und es war toll! Zwar auch anstregend, zwei Stunden Film auf harten Hörsaal-Stühlen durchzustehen, aber die Atmosphäre ist nunmal einmalig – lautes Ge"PROST"e, Gejohle, Weckerbimmeln …

Mein Videorekorder war so gnädig, die letzte Folge von SATC nicht aufzunehmen *grummel* – aber man muss halt Prioriäten setzen…

"Ach Frau Wolf, wir haben uns ja auch schon fast ein Jahr nicht gesehen." *grmpf* stimmt, ich habs verdrängt. Dafür durfte der Meister gleich zu Tate schreiten und eine rausgefallene Füllung ersetzen. "Spritze?" – Natürlich! Wenn schon nicht die Soundkulisse, dann wenigstens die Schmerzen abstellen. Spuckesauger arretiert, Bohrer angesetzt, los gehts. Vorher noch ne Röntgenaufnahme, da ist wohl zwischen der 5 und der 6 eine Karies *grummel*. Naja und die alten Amalgam-Füllungen sehen auch nicht mehr so schick aus.
Nach 30 Minuten, etwas Phosphorsäure, mehreren Lagen Kunststoff und 3 Mal mit UV-Licht trocknen ist der Zauber fast vorbei. Nur noch etwas drüberpolieren – ein Sound, der irgendwie die Eigenfrequenz meines Kopfes trifft und mir das Blut in den Adern gefrieren lässt. Nächsten Dienstag darf dann die Karies zwischen der 5 und der 6 dran glauben.

Was bewegt Menschen, Zahnarzt zu werden? Das sag ich jetzt nicht aus Bosheit, nein nein, mein Zahnarzt ist ein ganz netter und ich würd ihn jederzeit weiterempfehlen. Mich würde das wirklich mal interessieren, was Leute dazu bewegt, Zahnmedizin zu studieren. Freude am Basteln und Modellieren? Vorliebe für feuchte und warme Körperhöhlen (nein jetzt kommt kein Gynäkologen-Witz …)? Oder doch eine Portion Sadismus?