Schlagwort: dissertation

Stand der Dinge

Whoops, Juli. Die Hälfte des Jahres ist dann auch schon rum. Bämm.

Was ist so passiert in den letzten Wochen?

Zu allererst – eine wichtige Entscheidung gefällt. Nein, nicht gefällt. Das habe ich schon lange vorher gemacht. Vielmehr den Mut gehabt, zu dieser Entscheidung zu stehen und anderen davon zu erzählen. In diesem Sinne: RIP Dissertation.

Das „Warum denn jetzt?“ will ich hier nicht tiefer erläutern, diejenigen, die mir nahe stehen, kennen die Gründe. Vielleicht nur ganz kurz: Mein Herz hing nicht mehr daran,es war eine Bürde, eine Quälerei, die mir und meiner (psychischen) Gesundheit nicht mehr gut getan hat und ich habe letzten Endes die Notbremse gezogen. Ich fühle mich sehr befreit, auch weil ich nun endlich nicht mehr neue Projekte auf ein ominöses Später verschieben muss.

Zwischendurch war das Wetter extrem sommerlich, so dass ich meine Arbeitszeit etwas mediterran gestaltet habe, was meiner Produktivität einen guten Schub gegeben, jedoch meine Laufaktivitäten eher ausgebremst hat.

Ich war mit den Mädels wieder im Matsch spielen und wie schon im letzten Jahr hat das unglaublich Spaß gemacht. Eigentlich ziemlich bekloppt, dass man Geld dafür bezahlt, dass man sich so richtig dreckig machen darf, aber nun ja. Angebot und Nachfrage … und ein bisschen was Gutes haben wir damit auch getan. #fuckcancer

Girls just wanna have fun.

Das Wohnzimmer hat einen neuen sommerlichen Anstrich bekommen, in dem die neue Couch, die wir endlich endlich gekauft haben, noch viel toller wirkt.

Und dann demnächst: Urlaub mit der ganzen Familie, es geht mal wieder gen Norden. Seele baumeln lassen und Kopf lüften.

Die Guttenberg-Affäre

Unser Verteidigungsminister Herr zu Guttenberg hat sich also seinen Doktortitel durch Abschreiben erschlichen (oder erschleichen lassen), die Lüge ist aufgeflogen und nun ist er kein Doktor mehr.

Gestern hat er auf einer Wahlkampfveranstaltung eingeräumt, dass er bei der Erstellung seiner Dissertation „gravierende Fehler gemacht“ hat und „an der ein oder anderen Stelle den Überblick über die Quellen verloren“ hat.

Ja, wenn man so eine Arbeit schreibt, häuft sich viel Papier an, Publikationen anderer Wissenschaftler, Bücher, Konferenzbeiträge, die man zitieren will und muss, um die eigene Arbeit mit diesen Arbeiten in ein Verhältnis zu bringen, Definitionen daraus anzugeben, konträre Ansichten gegenüberzustellen. Das ist viel Arbeit, man muss viel lesen und schreiben, und manchmal droht man sich auch zu verzetteln. Das gehört zum Prozess des Schreibens so einer Arbeit dazu.

Aber dass man von über 80 Textpassagen nicht mehr weiß, ob man sie selbst geschrieben hat oder ob sie von jemand anderem stammen, dann ist das einfach eine dreiste Lüge. Das ist Quatsch. Man weiß, was man selbst gemacht hat und was nicht. Etwas anderes zu behaupten und zu hoffen, dass die anderen das glauben, verkauft die anderen für dumm und ist einfach respektlos gegenüber anderen Wissenschaftlern und Studierenden, die auf ehrliche Weise wissenschaftliche Arbeiten abfassen.

Da gibt nun der Herr Verteidigungsminister ganz reumütig seinen schicken Doktortitel ab und denkt, nun ist alles wieder gut. Aber was er damit gemacht hat, ist ein herber Schlag gegen die Wissenschaftskultur in Deutschland und Europa.

PhD topic

Well I guess it’s time for another english post (finally) — with the intention to reach a broader audience and the hope for feedback on my ideas. In this post I want to show a first inside on my PhD topic, since it’s getting really „serious“ now (again finally!) and I hope for any comments at this early stage of my work. weiterlesen →