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Ken Follet – Das zweite Gedächtnis

Das Buch stand bei meinen Eltern im Regal und heischte mit seinem knallblauen Cover um meine Aufmerksamkeit. Es hat funktioniert, ich habe es mitgenommen und gelesen. Mein erstes Ken Follet-Buch übrigens.

„Das zweite Gedächtnis“ von Ken Follet ist eine Spionage-Geschichte, die in Amerika zu Zeiten des Kalten Kriegs und des ersten amerikanischen Satellitenstarts spielt. Die USA ist in der dringlichen Situation, den Vorsprung der Sowjets aufholen zu müssen – das Explorer-Programm darf einfach nicht scheitern.

Luke wacht eines Morgens in einer öffentlichen Herrentoilette auf, zerlumpt und ohne Gedächtnis. Er weiß weder, wer er ist, noch wie er an diesen Ort gekommen ist. Er macht sich auf die Suche nach seiner Vergangenheit, um herauszufinden, was mit ihm geschehen ist und warum er sein Gedächtnis verloren hat. Er bekommt schnell heraus, dass er Raketenwissenschaftler ist und er irgendetwas wissen muss, was jemand anderen dazu veranlasst hat, ihn auszuschalten. Was ist sein Geheimnis und warum steht er auf der Abschussliste? Stück für Stück sammelt er Informationen zusammen, die er nun wie ein Puzzle zu seinem ehemaligen Leben zusammensetzen muss, um dahinter zu kommen, wer für wen die Fäden zieht und letztenendes den amerikanischen Raketenstart nicht zu gefährden.

Ken Follet gelingt es ganz wunderbar, eine spannende Geschichte zu erzählen. Es gibt mehrere Zeitstränge, die sich durch das Buch ziehen und den Leser immer wieder dazu bringen, sich zu fragen, wer denn nun Freund oder Feind ist. Ich habe es sehr genossen, dieses Buch zu lesen – bitte mehr davon!

Simon Beckett – Kalte Asche (Written in Bone)

Nachdem ich schon die englische Version von Simon Becketts „Chemie des Todes“ in einer Nachtaktion verschlungen hatte, wollte ich mehr. Der nächste Band mit Forensiker David Hunter musste her! Der zweite Hunter-Band „Kalte Asche“ (englischer Originaltitel „Written in Bone“) ist nicht minder spannend – ein Pageturner bis zur allerletzten Seite. Sonst denkt man, hach, Epilog, die Story ist vorbei, jetzt kommt nur noch Nachgeplänkel – nicht so bei Simon Beckett! Er hat es wieder geschafft, mit einem Cliffhanger aufzuhören und den Leser zu animieren, auch den dritten Hunter-Band lesen zu wollen.

In „Kalte Asche“ wird David Hunter auf die Insel Runa geschickt, ein unwirtlicher Ort in den Äußeren Hebriden. Dort wird in einer verlassenen Waldhütte eine verbrannte Leiche gefunden, von der außer einer Hand und einem Fuß nur ein Haufen Asche übrig geblieben ist. Wer war der oder die Tote und warum zeigt die Hütte kaum Brandspuren? War es Mord? David Hunter und die lokale Polizeimannschaft in Form eines whiskeyaffinen Polizei-Officers, seinem jungen Gehilfen und einem pensionierten Inspektor müssen nun herausfinden, ob die Leiche wirklich ein Mordopfer war und wär der Täter gewesen sein könnte. Auf einer kleinen Insel mit einer verschrobenen und eingeschworenen Gemeinschaft, die Fremden kein Vertrauen schenkt, kein einfacher Job. Ein gewaltiger Sturm schneidet die Insel von der Außenwelt ab, David Hunter wird verletzt und fast selbst Opfer eines Anschlags. Dann gibt es weitere Todesopfer. Der Mörder ist auf der Insel …

Ich habe das Buch im Original gelesen und kann nichts zur Qualität der deutschen Übersetzung sagen. „Written in Bone“ ist ein Must-Read für jeden Krimi-Freund – Spannung pur von der ersten bis zur allerletzten Seite!